Erkenntnis

Medien stachen wie Skorpione in ihre Sinne, vergifteten die Gedanken mit unbedingt benötigten Statussymbolen, technischem Kram und weltweiter Gewalt. Die Medien lähmten zuerst die Lachmuskeln, dann das Herz. Erzeugten Sucht nach TV, PC, News. Heilend war die leise Frage der Seele:"Was ist für DICH wirklich wichtig und was macht DICH glücklich?". Sie zögerte, sortierte dann TV, Handy, Kreditkarte und Streß langsam aus dem Leben. Leute eilen an ihr vorbei. Sie schüttelt nun den Kopf und lächelt.

Verfasst von: Malerei [www.engel-kunst.de]

Der verborgene Raum

Der Meister erzählte:
Mit unserem Inneren ist es wie mit einem Haus, das wir scheinbar in- und auswendig kennen, jeder Gang, jeder Fleck scheint uns bekannt - ohne Geheimnisse und Überraschungen.
Und dann, eines Tages, finden wir doch ganz plötzlich, ohne zu suchen, einen Raum, den wir vorher noch nicht entdeckt hatten und der doch die ganze Zeit da war. Die grössten Schätze werden wir in ihm finden."

Verfasst von: aleesha [http://fromouterspace.ning.com]

Bitte nicht gerade JETZT!

Das erste Date, spontan vereinbart, überhastet aufgebrochen in der brütenden Sonntagnachmittagshitze.... Die Straße zieht sich endlos, dennoch viel zu früh am Treffpunkt.
Ein schneller Spaziergang mit dem Hund - weil er halt überall mit hin muss.
Der Versuch mich zu Entspannen, tief durchatmen und eine Sekunde Unachtsamkeit.... da kommt er, stinkend und überglücklich. Bedeckt mit dem aller Ekligsten und nur noch 10 Minuten Zeit bis zum ersten Eindruck.

Verfasst von: Sternenkönigin

Nächtliche Gedanken

Nachdenklich, den Kopf an den Fensterrahmen gelegt, den Blick zum Himmel.
Sterne funkeln, eine ungewöhnlich klare Nacht, die Gedanken kreisen, so viel ist passiert soviel hat sich geändert.
Es fühlt sich gut an, die Freiheit, so viele Möglichkeiten - hätte ich das alles schon viel früher haben können?
Was wäre wenn Szenarien rauschen - nein alles ist gut so wie es ist, jeder Moment eine Erfahrung die ich nicht missen möchte.
Ein Lächeln, morgen wird wieder ein guter Tag.

Verfasst von: zeniscalm [http://blog.inthechaos.de]

ungewissheit ungeheuer

auf breiten ketten kroch das ungetüm heran
streckte seinen rüssel aus und bohrte gnadenlos in die tiefe
7 meter grauenhafte schwarze masse
dann kam der grund und jetzt wissen wir,
welche gefahr sich unter dem boden befindet

Verfasst von: snail

Wenn du bei Nacht.......

Wenn Du bei Nacht den Himmel anschaust,
wird es dir sein, als lachten alle Sterne,

Weil ich auf einem von ihnen wohne,
weil ich auf einem von ihnen Lache!

Du alleine wirst Sterne haben, die lachen können!

Verfasst von: Niniane

Dunkelheit

Es war dunkel, als er die Augen öffnete - nein - als er sie blitzartig so weit auf riss, wie er nur konnte. Doch es änderte nichts daran, dass es dunkel war - stockdunkel. Man konnte nicht einmal die Hand vor Augen erkennen. Was sollte er tun? Das Licht anmachen? Ja, das wäre gut. Doch wo ist der Lichtschalter? Er würde ihn bei dieser Dunkelheit unmöglich finden. Ein Streichholz anzünden - ja, aber die lagen auf dem Küchentisch vollkommen außer Reichweite.

Ihm blieb nur eins: Aufwachen!

Verfasst von: Oliver [www.sandoomo.de]

Des Rätsels Lösung

Holt sich beim Bäcker einen "Coffee to go". Steht auf der Straße und blinzelt in die Frühlingssonne. Repariert am Nachmittag das Fahrrad seiner Mutter. Es ist die Kette, sagt er zum Nachbarn. Stellt sich in Pose, als er Eva sieht. Verscheucht die Krähen, die es sich auf dem Schuppendach gemütlich machen wollen. Er schaut auf die Uhr. Jetzt wird es aber Zeit, spricht er ins Handy. Mir fehlt nur noch ein Buchstabe für die Lösung des Kreuzworträtsels. Was ruft er mir da zu? Ich verstehe ihn nicht.

Verfasst von: Lotree [http://www.bublo.de]

Das Zimmer ist leer.

Seit langer Zeit. Es ist jetzt das Gästezimmer. Für eine gute Freundin, die einmal im Jahr vorbeikommt. Seine Bücher stehen noch im Regal. Die Rollen mit den Zeichnungen liegen obenauf. Er kommt nicht an den Wochenenden. Keine Zeit. Manchmal ruft er an. Aus Pflicht. Oder schlechtem Gewissen. Seine Stimme ist unsicher. Wir reden nicht viel. Aber es beruhigt mich, wenn er da ist. Es ist dann fast wie früher. Als ich ihn in meiner Jacke wärmte und er dabei einschlief. Als kleiner Junge.

Verfasst von: Cem [http://sprechblase.wordpress.com/]

Zeit zu Handeln - Zeit Loszulassen

"Meister, ich habe das Gefühl auf meinem Weg nicht weiter zu kommen. Was kann ich tun?"

Der Meister führte ihn in einen prachtvollen Garten.

"Es gibt Zeiten des Pflügens, der Saat und der Pflege und du siehst den Gärtner in dieser Zeit nicht ruhen oder rasten, aber es gibt auch Zeiten des Wartens und des Loslassens. Der Gärtner weiß, die Pflanze wächst nicht schneller, wenn er an ihr zieht. Weise ist, wer zu unterscheiden weiß."

Verfasst von: a [http://fromouterspace.ning.com]