Was kommt danach?

Wenn die Ablenkungen unserer Zeit nicht mehr funktionieren, wenn Freiheit Alleinsein und Einsamkeit bedeutet, was kommt danach? Wenn man mehr hat als man braucht und doch weniger als man benötigt?
Wenn man funktioniert und dabei zusieht, wie einem die Zeit entgleitet. Wenn die Träume sich ändern, ohne das alte Träume ausgeträumt waren. Was kommt danach?
Wenn das Plätschern auf seichter Oberfläche zu lange das Eintauchen vergessen ließ?
Selbsterkenntnis? Ehrlichkeit? Liebe? Was kommt danach?

Verfasst von: Sternenkönigin

Parallelwelten

Ein harter Metallstuhl. Festgeschraubt.Frau A bitte, Herr B bitte, Tür auf, Tür zu. Frau C bitte, mechanisch geht das Nichts auf, geschäftige Sachbearbeiter für Nichtbeschäftigte.
Antragsabgabe, AnlageKI fehlt, Anlage UH nicht ausgefüllt, Kontoauszüge? Komplett ausgezogen.

Es fehlt noch Brot. Der Tag ist noch nicht ausgefüllt. Die Freundin teilt ihr Brot, wir tratschen, sitzen im Schaukelstuhl, legen Tarot.
Ergebnis:das Universum.
Unsere Anträge zum Ausziehen sehen anders aus...

Verfasst von: Vergissmeinnicht

Es liegt an dir

Du kannst darüber weinen, dass sie gegangen ist,
oder du kannst lächeln, weil sie gelebt hat.
Du kannst deine Augen schließen und beten, dass sie wiederkommt,
oder du kannst sie öffnen und sehen, was sie zurückgelassen hat.
Du kannst immer daran denken, dass sie gegangen ist,
oder du kannst sie im Herzen tragen und in dir weiterleben lassen.
Du kannst weinen und ganz leer sein,
oder du kannst tun, was sie von dir wollte:

Dass du lächelst, deine Augen öffnest, Liebe gibst und weitergehst.

Verfasst von: Anni

Sternenhimmel.

Der Mond hängt tief über den Dächern. Kalt. Eine letzte Zigarette in der geöffneten Balkontür. Unten rauscht der Verkehr. Am Himmel die Lichter des letzten heimkehrenden Fliegers aus dem Süden. Auf der anderen Strassenseite gedämpfte Wohnzimmerlichter und flackerndes Blau von Fernsehern. Ein Balkon ist dunkel. Sie raucht auch. Wie jede Nacht. Bevor sie sich zu ihrem schlafenden Mann hinlegt. Morgen früh stehen wir wieder an der Haltestelle. Nebeneinander. Diesmal spreche ich sie wirklich an.

Verfasst von: Cem [http://sprechblase.wordpress.com/]

Schau mir in die Augen!

Ein hektischer Tag! Morgens, der Wecker klingelt und die Laune ist schon am Boden. Ärger im Büro - natürlich, wieder einmal die doofe Kollegin. Die steckt doch sowieso unter einer Decke mit... Egal, Feierabend! So ein Mist, Stau und der dauert. Endlich daheim. Was soll ich, Wäsche aufhängen - nach dem Tag? Verdammt, jetzt plärrt auch noch das Kind. Schnell hin und beruhigen. Wie, Du bist schon still? Was schaust Du mich so an? Jetzt lachst Du. Du schaust in meine Augen? Mach weiter, bitte!

Verfasst von: Claus [http://www.inobasave.de]

Die schönen Momente des Tages

Unter Hundebesitzern ist es üblich, dass man sich grüßt wenn man sich begegnet.
Unter anderen Menschen nicht.
Im Lärm der Stadt, auf dem Gehweg, und auch im Wald schauen Menschen auf den Boden, weichen den Blicken anderer aus, als wollten Sie sagen: "Grüß mich bloss nicht".
Ich tue es trotzdem, zumindest wenn mir im Wald wieder jemand mit gesenktem Blick entgegen kommt. Und bekomme fast immer eine überraschte Antwort, oft auch ein Lächeln.
Und darüber kann ich mich dann den ganzen Tag freuen.

Verfasst von: Martin [http://www.schepers.net/blog/]

Starre

Gebannt starrte er geradeaus. Bunte Bilder zuckten vor seinen Augen hin und her. Die Finger seiner rechten Hand trommelten nervös auf seinem Oberschenkel. Was wird gleich geschehen, dachte er. Düstere Klänge breiteten sich im Raum aus; eiskalt lief es ihm über den Rücken. Was hatte das alles zu bedeuten? Der kalte Schweiß stand ihm auf der Stirn. Vielleicht hätte er besser im Bett bleiben sollen, schoss es ihm durch den Kopf.

Erleichtert atemte er auf, als das Schleuderprogramm beendet war.

Verfasst von: Oliver [www.sandoomo.de]

Eine Frage der Ehre

Jetzt haben wir den Hund schon gut zwei Wochen, ich war noch nie mit ihm Gassi. Eine Frage der Ehre! Ich wollte das Tier ja nicht. Die Entscheidung ging 2 zu 1 aus, ich war der Eine - Demokratie halt. Heute ein Gespräch über den Nachbarzaun: "Nein, ist der niedlich, wie der guckt. Sitz! Der kann das ja schon, holt der auch Stöckchen?" "Klar" Und er holte es immer und immer wieder. Auf der Straße, im Wald mit purer Freude, fast 2 Stunden. Das machen wir morgen wieder, eine Frage der Ehre!

Verfasst von: Claus [http://www.inobasave.de]

Der Baumstumpf der Hohle

Er lief in den Wald
Und merkte bald
Dass man ihm gestohlen
Den Baumstumpf, den hohlen
Der hier gelegen
Noch gestern im Regen
Als er sie traf
Nein nein kein Schaf!

Ganz schlank und rank
War sie gewesen
Mit zartem Gesicht
Ihr könnt es wohl lesen
Sprach sie zu mir
Wir werdens jetzt schaffen
Ganz ohne Waffen
Den Feind zu besiegen
Zu finden den Frieden.

Sie blickte zum Himmel
Ich dachte an Simmel
Da zuckten die Blitze
Es fiel von der Spitze
Ein kleiner Geist
Wie der wohl heißt?

Verfasst von: Irina

so ein saublöder tag

ich stehe auf, schau blöd, bin ein bisserl traurig,weil es die tage abschiednehmen heisst.
aber aus dem hof ist nicht auf der welt.
es ist schön, dass es freunde gibt, egal wo sie hingehen.

Verfasst von: snail